ASCO | Blumenfeldstrasse 20 | CH 8046 Zürich | T 044 377 50 25 | F 044 377 55 14 | info(at)asco-nightclubs.ch
Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
21.05.2003
Kategorie: Brandschutz, Diskotheken, Sicherheit

Basler Feuerpolizei will Discos stärker kontrollieren


Feuer-Infernos in Diskotheken fordern weltweit immer wieder Tote - oft auch, weil gewisse Betreiber ihren Profit vor die Sicherheit setzen. In Basel gab es bisher keine Katastrophen. Bedeutet dies, dass die Unterhaltungslokale in der Rheinstadt wirklich sicher sind?

Alfred Läuchli, der Chef der Basler Feuerpolizei, kündigte in einem Interview mit der BaZ an, dass Discos und Konzertlokale künftig regelmässiger auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften kontrolliert werden. Neben zweijährlichen Inspektionen sollen auch mehr Stichproben durchgeführt werden. Die Feuerpolizei will dabei an die Eigenverantwortlichkeit appellieren. Es gehe in erster Linie darum, Überzeugungsarbeit zu leisten, meinte Läuchli: "Wenn man Sicherheit nachhaltig anstrebt, muss man auf eine vernünftige Art auf die Leute zugehen und ihnen die Problematik erklären."

Gewisse Auflagen interpretiert man bei der Basler Feuerpolizei praxisnah. In einer gut laufenden Disco halten sich nun mal eben mehr als eine Person pro Quadratmeter auf. Entsprechend breit müssen dann aber die Fluchtwege sein! Läuchli: "Die Notausgänge müssen immer frei sein: Da gibt es keine Kompromisse!"

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht sind nicht Zigaretten die grösste Gefahr für einen Brand. Es sind viel eher elektrische Installationen und Dekorationen! Ein weiteres Risiko sind Panikreaktionen des Publikums. Baulich und technisch seien die meisten Discos in gutem Zustand, meinte der oberste Feuerpolizist in der Basler Zeitung. Allerdings stehe auf einem anderen Blatt, wie die Betriebe dann geführt werden und ob das Sicherheitsdenken in der Praxis auch wirklich gelebt werde.


Sicherheit in Diskotheken - Die wichtigsten Punkte
- Genügend Notausgänge mit breiten Fluchtwegen
- Notausgänge nicht von innen verriegeln
- Fluchtwege stets freihalten
- Grün-weisse Schilder "Notausgang" müssen ständig leuchten
- Fenster sollten nach aussen aufgehen
- Benennen eines Sicherheitsverantwortlichen
- Erstellen von Notfallplänen und Sicherheitskonzept
- Schulung aller Angestellten, auch der neuen Mitarbeiter
- Einwandfreie elektrische Installationen
- Keine Dekorationen aus brennbarem Material
- Genügend leicht erreichbare, gewartete Feuerlöscher
- Panik vermeiden, genügend Security-Mitarbeiter einsetzen
- Starke Überfüllung des Lokals vermeiden
- Rauchmelder mit automatischer Benachrichtigung der Feuerwehr
- Sprinkler-Anlagen und Brandschutztüren