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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
20.07.2012
Kategorie: Cabarets, L-Bewilligungen, Tänzerinnen

Nein zur Abschaffung des Tänzerinnen-Statuts!


Das Tänzerinnen-Statut muss beibehalten werden. Sonst gibt es nur Verlierer: die Frauen, die Gastronomen, unsere Gäste, den Wirtschafts- und Tourismusstandort, die Finanzen der öffentlichen Hand und die Gesellschaft. 

Wir sind über die geplante Aufhebung des Tänzerinnen-Statuts äusserst besorgt. Selbstverständlich nehmen wir an der Vernehmlassung mit einer prägnanten Stellungnahme teil. Auch sonst tun wir alles, damit Cabaret-Tänzerinnen aus Drittstaaten weiterhin L-Bewilligungen erhalten. Denn ein Wegfall dieser Bewilligungen hätte verheerende Folgen:

Die Lage der Frauen verschlechtert sich massiv.
Illegale Einwanderung und Erwerbstätigkeit werden zunehmen. Das begünstigt kriminelle Strukturen, Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Frauen werden in den Untergrund oder in Scheinehen gedrängt.

Der Fortbestand der Cabaret-Branche ist gefährdet.
Die klassischen Cabarets sind ein wichtiger Bestandteil des gastronomischen und touristischen Angebots – gerade auch in den wichtigsten Wirtschaftsstandorten der Schweiz! Es braucht seriöse Anbieter erotischer Unterhaltung.

Bund, Kantone und Sozialwerke verlieren Einnahmen.
Cabarets und ihre Mitarbeiter/innen liefern Sozialversicherungsbeiträge, Gebühren sowie Steuern auf Löhnen, Umsätzen und Gewinnen in zweistelliger Millionenhöhe ab. 

Tänzerinnen und Cabaret-Betreiber werden diskriminiert.
Tänzerinnen aus Drittstaaten werden gegenüber anderen Inhabern von L-Bewilligungen einseitig benachteiligt. Sie werden künftig illegal und unter bedenklichen Bedingungen in der Schweiz tätig sein.

Wir sind bereit, Hand zu bieten für eine Verbesserung und Intensivierung der Kontrollen, von denen letztlich alle Beteiligten profitieren. Wir sind nicht nur dazu bereit – wir fordern diese Intensivierung schon lange!

Von einer Abschaffung würden nur kriminelle Banden profitieren, die Frauen einschleusen und brutal ausbeuten. Darum: Nein zur Abschaffung des Tänzerinnen-Statuts!