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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
14.01.2004
Kategorie: Brandschutz, Sicherheit

Brandschutz verbesserungsfähig: Zuwenig Investitionen in die Sicherheit


Die Gebäudeversicherung des Kantons Bern überprüfte im Rahmen einer Grossaktion Tausende von Objekten mit besonderer Personengefährdung. Dazu gehören neben Schulen, Heimen und Kirchen auch Diskotheken, Restaurants und Hotels. Leider fielen die Ergebnisse für das Gastgewerbe nicht besonders gut aus. In einem Interview mit der "Bärner Channe" (Verbandsorgan von GastroBern) bemängelt der Brandschutzexperte Jürg Reinhard, dass viele Betriebe zuwenig in die Sicherheit investieren. Oft würden interne Umbauten ohne Baugesuch vorgenommen. Zwar sei in vielen Fällen keine Baubewilligung nötig, die vorgeschriebenen Brandschutzmassnahmen müssten aber dennoch eingehalten werden.

Gemäss Reinhard führen vor allem fehlende oder verstellte Fluchtwege sowie die zugehörige Kennzeichnung und Beleuchtung die Mängelliste an. Daneben geben auch die fehlende Sicherheitsorganisation, ungenügende Brandabschnitte und Lüftungsanlagen zu Sorgen Anlass. Ein grosses Problem ist gemäss Reinhard die unsachgemässe Entsorgung von Raucherabfällen: "Viele Brände im Gastgewerbe werden durch glimmende Zigarettenreste verursacht, die in brennbare Behälter statt in Blechkübel entsorgt werden."

Die Situation in anderen Kantonen dürfte ähnlich unbefriedigend sein. Niemand rechnet mit einem Brand im eigenen Betrieb, die Folgen können allerdings verheerend sein: Von möglichen Personenschäden einmal abgesehen, entstehen erhebliche Mobiliar- oder Gebäudeschäden. Diese sind aber in der Regel gut versichert. Dramatischer sind deshalb oft die Einnahmenausfälle durch den Betriebsunterbruch.