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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
28.06.2008
Kategorie: Arbeitsrecht, Betrug, Sicherheit, Türsteher, Unternehmensführung

Dubiose Sicherheitsfirmen: Vermeiden Sie Nachzahlungen und Bussen!


Stellen Sie sicher, dass die von Ihnen beauftragte Sicherheitsfirma tatsächlich existiert und mit einer Ausgleichskasse abrechnet. Blauäugigkeit kann Sie teuer zu stehen kommen.

Immer öfters werden Dienstleistungen ausgelagert. Neben der Reinigung sind es vor allem Sicherheitsaufgaben, die Fremdfirmen übertragen werden. Auch DJs treten manchmal als Arbeitnehmer einer Eventagentur oder "freischaffend" auf. Wenn es sich bei den Beauftragten um eingetragene Firmen handelt, gibt es selten Probleme. Sind Sie aber sicher, dass Ihr Bewachungsunternehmen offiziell existiert und mit einer Ausgleichskasse abrechnet? Wenn nicht, kann es teuer werden.

Die Leistung eines Türstehers weist typische Merkmale eines Arbeitsvertrags auf. Ein Doorman ist weisungsgebunden und kann seinen Arbeitsplatz nicht frei wählen. Er arbeitet an einem ihm zugewiesenen Ort und muss sich in eine Betriebsorganisation eingliedern. Es fehlt an der für ein Auftragsverhältnis notwendigen Selbständigkeit.

Im Normalfall sind auf einen Türsteher die Bestimmungen des Arbeitsrechts und des LGAV anwendbar. Dadurch hat er nebst den allgemeinen Pflichten auch Anspruch auf die entsprechenden Rechte: Mindestlohn, Arbeitszeit- und Überstundenregelung, Ferien, Feiertage, Kündigungsschutz, Sozialleistungen und vieles mehr. Es empfiehlt sich der Abschluss eines Arbeitsvertrages statt eines Auftrages, wenn nicht völlig klar ist, dass die beauftragte Firma selber die Sozialversicherungen abrechnet. Andernfalls besteht das Risiko von Nachzahlungen, Verzugszinsen und Bussen der Kontrollstelle.