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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
02.12.2009
Kategorie: Rauchverbot

Bern: Rauchverbot hat verheerende Auswirkungen


Eine Mitgliederumfrage von GastroBern belegt deutlich, dass die restriktive Auslegung des  Nichtraucherschutzes im Kanton Bern sehr negative Effekte hat. Fast sechs von zehn Gastronomiebetriebe verzeichnen geringere Frequenzen und Erträge. Im Durchschnitt büsst die Berner Gastronomie durch das Rauchverbot sieben Prozent des Umsatzes ein. 1400 Arbeitsstellen sind akut gefährdet.

GastroBern hat eine grosse Mitgliederumfrage zu den Auswirkungen des Nichtraucherschutzes auf Gästezahlen und Umsatz durchgeführt. Von den 2300 Mitgliedern haben 673 den Fragenbogen beantwortet. Dies entspricht einer sehr guten Rücklaufquote von fast einem Drittel der angefragten Betriebe.

Das Resultat ist für die Berner Gastronomie unerfreulich: 58.8 Prozent der Betriebe verzeichnen einen zum Teil deutlichen Umsatzrückgang aufgrund des Raucherverbots. Betroffen sind in erster Linie Bars, Pubs und Cafés sowie Dorf- und Quartierbeizen. Weniger betroffen sind erwartungsgemäss die klassischen Speiserestaurants.

Rund ein Viertel der vom Umsatzrückgang betroffenen Betriebe verzeichnen einen Rückgang von bis zu 5 Prozent, die restlichen drei Viertel relativ gleichmässig verteilt  5 bis 20 Prozent, einzelne Betriebe gar bis 60 Prozent. Betroffen sind sowohl ländliche Gebiete als auch Städte und Agglomerationen.

Im Kanton Bern erwirtschaften die rund 3500 offiziellen Gastbetriebe schätzungsweise 2.2 Milliarden Franken Jahresumsatz. Durch die restriktive Auslegung des Rauchverbots resultiert ein durchschnittlicher Rückgang von rund 7 Prozent des Gesamtumsatzes. Bei einem Jahresumsatz von rund 107'000 Franken pro Arbeitstelle sind durch den Rückgang bis zu 1400 Arbeitsplätze in der Berner Gastronomie gefährdet.

Das unnötige Verbot von Ausschankanlagen in Fumoirs und von Zutrittsberechtigungen unter 18 Jahren in Fumoirs ist nach wie vor nicht gesetzlich verankert. Dies bedeutet, dass bei Verletzungen dieser Bestimmungen Bussen nicht verhängt werden können, weil ein formelles Gesetz, wie es das Strafgesetzbuch für die Verhängung einer Strafe in Art. 1 StGB verlangt, nach wie vor nicht besteht.

GastroBern