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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
25.03.2004
Kategorie: Cabarets, Marketing, Tänzerinnen

Studie über Besuchsmotive: Was suchen Männer in einem Nachtclub?


Die amerikanische Soziologin Katherine Frank von der Universität Maine hat sechs Jahre in diversen Night-Clubs als Stripperin gearbeitet. Sie wollte heraus finden, was Männer eigentlich in diesen Etablissements suchen. Im "Journal of Sex Research" hat die Forscherin die Resultate ihrer Recherchen präsentiert.

Um Geschlechtsverkehr gehe es den meisten Besuchern nicht, meint die Verfasserin: "Der Reiz beim Zuschauen liegt in dem, was theoretisch passieren könnte." Wenn die Tänzerin strippt, beginnt bei den Männern offenbar ein "privates Kino im Kopf". Die eigenen Fantasien werden manchmal intensiver erlebt als der physische Akt. Weitere Vorteile: Der Mann muss niemandem etwas beweisen. Er kann sich der Vorstellung hingeben, ein potenter Sexgott zu sein - egal wie alt oder unattraktiv er ist. Von hübschen jungen Girls umworben, fühlt er sich für ein paar Stunden wieder sexy. Der Besuch eines Cabarets ist für Männer entspannend, da sie nicht all zu sehr auf Konventionen achten müssen und einfach tun können, was Spass macht. Wer anderswo weibliche Brüste anstarrt, wird gleich als Voyeur oder Perverser qualifiziert. Das Rotlicht-Milieu übt ebenfalls eine gewisse Faszination aus: Verruchte Kneipen, enthemmte Frauen, zügelloses Lasterleben - so zumindest die Männerfantasien.

Nachtclub-Gäste haben kein schlechtes Gewissen: Meistens wird ja keine Ehefrau betrogen, sondern nur der Appetit angeregt. Die Stripperinnen werden nicht selten zu Therapeutinnen: Ohne Beziehungsstress können die Männer ihre privaten und geschäftlichen Sorgen loswerden. Die Gespräche werden wegen ihrer Unverbindlichkeit genossen.