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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
09.10.2014
Kategorie: Steuern und Abgaben

Mehrwertsteuer: Gastgewerbe weiterhin diskriminiert


Die Benachteiligung des Gastgewerbes und seiner Gäste bleibt bestehen. Volk und Stände haben die Initiative "Schluss mit der Mehrwertsteuer-Diskriminierung des Gastgewerbes" abgelehnt.

Gut 71 Prozent der Stimmbürger haben Nein gesagt. Am deutlichsten wurde das Volksbegehren in Zürich und Zug verworfen. Am besten kam es in den Kantonen Uri, Tessin, Jura und Schaffhausen an, wo der Ja-Anteil über 35 Prozent lag.

Bereits während des Abstimmungskampfes wurde deutlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht weiss, dass es mehrere Mehrwertsteuersätze gibt. Zudem hat sich gezeigt, dass kaum ein Stimmbürger die bestehende Regelung versteht. Es musste also viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. 

"Überall dort, wo wir mit unseren Gästen sprechen konnten, sind wir auf positives Echo gestossen", stellt GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer fest. "In Anbetracht dessen, dass wir zum ersten Mal eine nationale Kampagne aus eigenen Kräften und Mitteln geführt haben und dass die Gegner der Initiative vor allem mit Angstmacherei und Drohungen agierten, ist das Ergebnis dennoch achtbar", so Platzer. 

GastroSuisse werde nun überlegen, welche anderen politischen Mittel ergriffen werden können, um die Beseitigung der Mehrwertsteuer-Ungerechtigkeit, die ja von allen Seiten anerkannt wird, zu beenden. Spätestens bei der Behandlung des Beherbergungssatzes, der 2017 ausläuft, ergibt sich die Gelegenheit, eine Lösung zu finden.