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Verband Schweizerischer Konzertlokale, Cabarets, Dancings und Discotheken
09.10.2014
Kategorie: Kosten und Preise

Hohe Arbeitskosten im internationalen Vergleich


Durchschnittlich 61.30 Franken hat eine Stunde Arbeit die Schweizer Produktions- und Dienstleistungsunternehmen 2012 gekostet, wie das Bundesamt für Statistik ermittelte. Die Höhe der Arbeitskosten ist ein klarer Standortnachteil. 

Finanz- und Versicherungsdienstleister wenden etwa mit 93.40 Franken pro Stunde im Durchschnitt am meisten Geld für den Produktionsfaktor Arbeit auf, gefolgt von Kommunikationsunternehmen sowie dem Unterrichtswesen. Im Gastgewerbe dagegen liegen die Arbeitskosten mit 38.30 Franken mehr als halb so tief.

Im internationalen Vergleich bewegen sich die Arbeitskosten in der Schweiz von 2012 auf hohem Niveau: Die umgerechnet 51.25 Euro pro Stunde bei Unternehmen ab zehn Mitarbeitern stehen Kosten pro Arbeitsstunde in den EU15-Ländern zwischen 21.15 Euro in Spanien und 39.35 Euro in Dänemark gegenüber. In den neuen EU-Mitgliedstaaten liegen die Kosten zum Teil gar unter 10 Euro.

Bricht man die Zahlen auf einzelne Branchen herunter, zeigt sich, welche Standortnachteile einige Schweizer Wirtschaftszweige im internationalen Wettbewerb zu stemmen haben. So kostet im verarbeitenden Gewerbe eine Stunde in der Schweiz 49.83 Euro und in Deutschland lediglich 35.02 Euro. In der Schweiz kostet eine Arbeitsstunde also 42.3 Prozent mehr.

Noch drastischer sind die Kostenunterschiede im Tourismus. In der Schweiz beliefen sich 2012 die Arbeitskosten pro Stunde auf 32.69 Euro, während sie in Österreich bei 16.21 Euro lagen. Anbieter in der Schweiz haben also mehr als doppelt so hohe Arbeitskosten wie ihre direkten Konkurrenten im benachbarten Ausland.